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Lafontaine verspricht Wiedereinführung...

Lafontaine verspricht Wiedereinführung der alten Rechtschreibung


Millionäre sollen ß-Steuer zahlen


:: 09. August 2004 :: "Wenn Schröder Anstand im Leibe hätte, würde er Arbeitslose statt Arbeits-Lose schreiben – das sieht doch so aus, als wär' noch ein Hauptgewinn drin."
Während Deutschland von Reform-Wogen verschlungen zu werden droht, meldet sich Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine wieder zum Dienst auf der Brücke.
In einem Interview mit sich selbst als Peter Gauweiler verkleidet hat der gefürchtete Egomane und BILD-Kommunist angedroht, in die deutsche Politik zurückzukehren, die Rechtschreibreform zurückzunehmen und das Rad der Geschichte zurückzudrehen: bis in die goldene Vor-Schröder-Zeit.
"Gerhard Schröder hat beim Amtsantritt versprochen, die Zahl der Rechtschreibregeln zu halbieren, aber stattdessen sind noch mal ein paar Millionen dazugekommen", so der eingefleischte Linke auf der Westterrasse seiner Villa auf Elba. "Leid Tragende sind die vielen Klein Sparer, die ihr Leben lang an wenigen goldenen Regeln festgehalten haben, wie zum Beispiel: Trenne niemals s p d, denn das tut den dreien weh!"
Schmerz, Scham und Schande empfindet der mehrfache Olympiasieger über 2000 Meter Glaubwürdigkeitslücken: Schmerz über den Zustand einer Republik, die doch früher so schön zwischen s und d getrennt war. Scham über den Ausverkauf einer Kulturnation, in der Konzerne einst Konzerte hießen und Bohlen Beethoven. Schande schließlich darüber, dass weder Daimler, Chrysler noch Benz die Folgekosten der Rechtschreibreform tragen müssen, sondern Arbeiter, Angestellte und ihre Omas.
"Die Renten gingen drauf für die Abschaffung des Sütterlin", schäumt der ehemalige Ministerpräsident des Sarlandes (ehem. Saarlandes) in seinen Buhscholä (ehem Beaujolais). "Die Binnennachfrage nach Großbuchstaben ist so gut wie zum Erliegen gekommen, und derweil zahlt der Duden-Verlag, der doch von der ganzen Scheisse profitiert, keinen müden Euro Unternehmenssteuer."
Nach seiner geplanten Machtergreifung, der ein Grammatik-Quiz gegen Gerhard "Niete" Schröder vorausgehen soll, plant der frühere Klassenprimus mit sofortiger Wirkung das ß wiedereinzuführen und zu besteuern: "In keiner anderen Sprache als in der Goethes und Schillers kann man so klangvoll sagen: Verpiß Dich! Das gilt natürlich insbesondere für Millionäre und die Großindustrie."
Tatsächlich haben die mächtigen Zeitungsverlage Springer, SPIEGEL und Gespenster-Geschichten (Franz-Josef Wagner) bereits angekündigt, ihre Stammhäuser ins Ausland zu verlagern, falls Lafontaine nach der Kanzlerschaft greife.
"Vielleicht bringen wir aus Protest auch einfach ein Jahr lang Falschmeldungen", kontert Springer-Boss Mathias Döpfner gewohnt knallhart-besinnlich. "Solche wie diese hier."

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