Universitäten reagieren auf Kauder
Deutsche Universitäten reagierten umgehend auf die Forderung von Unions-Fraktionschef Kauder, dass künftig auch arbeitslose Akademiker "jeden Morgen aufstehen und eine gemeinnützige Tätigkeit ausüben und nicht nur sinnlos herumgammeln" sollen.
Flächendeckend bieten Hochschulen ab nächster Woche Seminare in Spargelstechen, Bäume pflanzen und Gurkenfliegen an.
"Wir wollen den Management-Nachwuchs gezielt an die Praxis heranführen", rechtfertigt ein Professor der betriebswirtschaftlichen Fakultät einer ostdeutschen Universität die Maßnahmen.
Zusätzlich sollen Studenten künftig auch auf frühes aufstehen vorbereitet werden.
Sinnloses herumgammeln hingegen sei ein unabdingbarer und fester Bestandteil eines jeden Studiengangs, so ein Sprecher des deutschen Universitätsverbunds.
Tausende Studenten protestierten in Hessen und NRW gegen die geplanten Änderungen. In Köln störten bekennende Spätaufsteher unter anderem eine Sitzung des Senats. In Gießen kam es zu Straßenschlachten zwischen studentischen Spargelgegnern und der Polizei.