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Auch das noch - Männer sollen Weicheier werden!

Das hat sie sich fein ausgedacht: Ursula von der Leyen, die langhaarige Radikalemanze mit den sieben Kindern (hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen), will unser bisheriges Erziehungsmodell von Grund auf umkrempeln. Ihr Zauberwort heißt 'Erziehungsgeld', das die zierliche Ministerin in bester Regina-Hallmich-Manier gegen alle internen Widerstände durchgeboxt hat. Klar, dass sich da manch einer ihrer männlichen Parteifreunde ein blaues Auge geholt hat. Da mag CSU-Mann Ramsauer den geplanten Bonus für die Väter-Monate noch so oft als "Wickel-Volontariat" verspotten. Doch gerade die CSU-Oberen sind in dieser Angelegenheit als gut brüllende Löwen losgesprungen und als sanfte Bettvorleger wieder gelandet. PERWOLL-gewaschen, könnte man auch sagen…

Vae victis! Wehe den Besiegten! Also uns Männern hierzulande nach Uschis kleiner Erziehungsrevolution. Außer die Beine hoch legen, Playstation spielen und gelegentlich den Müll runterbringen sollen wir uns in Zukunft auch noch um den plärrenden Nachwuchs kümmern. Kaum zu schaffen vor der Sportschau! Und die Kumpels warten ja auch nicht ewig auf einen in der Kneipe. Aber typisch, darüber wird natürlich nie diskutiert!

Vielleicht deshalb, weil nicht alle Männer gleichermaßen betroffen sind? Während die männliche Generation 60+ den anstehenden Paradigmenwechsel naturgemäß etwas lockerer sieht, steigt in der heran wachsenden Vätergeneration das Unbehagen. Manch einer fragt sich bereits, warum man überhaupt noch zur Bundeswehr gehen soll, wenn man hinterher doch wieder verweichlicht wird? Andererseits: Das Robben durch den Schlamm ist womöglich nicht die schlechteste Methode, sich schon mal an vollgestunkene Babywindeln zu gewöhnen. So gesehen macht das Sinn! Aber natürlich ist es irgendwie cooler, durch den Schlamm zu robben als Babyscheiße zu entsorgen.

Noch machen sich viel zu wenig Männer Gedanken über das, was da an Veränderungen auf sie zukommen wird. Sie sehen vorerst nur das Naheliegende: "Boah! Geil! Geld! Nehm ich!" Doch der Katzenjammer wird spätestens dann folgen, wenn der Ernstfall eintritt. Soll heißen: Wenn die Windeln voll sind, der Magen leer, und die emanzipationsbewusste Frau nichts eingekauft hat. Dann ist der Frust groß, und die Krisentelefone werden nicht mehr still stehen. Zeitgleich wird der Verkauf von Sonnenbrillen und Trenchcoats ungeahnte Höhenflüge erleben. Denn wer will sich schon dabei erwischen lassen, wie er spätabends mit seinem Kinderwagen eine Runde um den Block dreht? Hohn und Spott der kinderlosen, saufenden Kumpelschaft wären ihm gewiss!

Als Vorbild für die geplanten Änderungen werden ja oft genug die vorbildlichen Schweden ins Feld geführt. Aber man sollte nicht den Fehler machen, Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen. Die Schweden leben schließlich mindestens schon seit Urzeiten im Matriarchat, dort ticken die Uhren also sowieso gründlich anders. Außerdem: Wer sagt denn, dass den schwedischen Männern das ständige Kinderwagenschieben wirklich so gut bekommt? Wann haben die schwedischen Fußballer das letzte Mal einen großen internationalen Titel geholt? Wann stand zuletzt eine schwedische Clubmannschaft im Endspiel eines europäischen Wettbewerbs? Na bitte! Und die deutschen Männer sind schon auf dem besten Wege, ihnen in dieser Hinsicht nachzueifern. Das kann doch nicht wirklich gut sein!

Wie wohltuend ist es da, in dieser Debatte ab und zu ein paar andere Stimmen zu hören: "Weder in der Karriere noch in der Küche ist die Frau voll handlungsfähig", stand kürzlich wortwörtlich im Berliner Tagesspiegel zu lesen. Und sinngemäß weiter: Die Emanzipation habe "…die Frauen für die Mutterrolle unbrauchbar gemacht." Nein, diese Äußerungen stammen ausnahmsweise nicht von den üblichen Verdächtigen, sondern von der bekannten Nachrichtensprecherin herself Eva Hermann, die sich laut Tagesspiegel im Magazin 'Cicero' sehr, sehr kritisch zum Feminismus und zur Rolle der Frau geäußert haben soll. Hoppla, werden Sie sagen, solche Töne aus holdem Frauenmunde, wie geht das denn zusammen? Nun, wahrscheinlich ist die gute Frau Her(r)Mann einfach von der dominierenden Yang-Komponente ihres Nachnamens überMannt worden. Nichts dagegen, solange sie uns Männern dadurch ein wenig zu Hilfe eilt. Nur ein Wermutstropfen bleibt am Ende doch: Warum ist nicht diese Frau Familienministerin geworden anstelle der Emanzen-Uschi? Das Leben kann so ungerecht sein! Aber nach Schweden auswandern ist in dem Fall ja auch keine Lösung…

Nachtrag: Natürlich könnte man das Thema auch unter dem umgekehrten Vorzeichen "Auch das noch: Weicheier sollen Männer werden!" abhandeln. Allerdings ist das kein Stoff für eine Fortsetzung bei HERBST - sondern ein klarer Auftrag für Ausbilder Schmitt bei NightWash!

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