Star Wars - Von Frauen und Politik
Warum eigentlich verwandelt sich der nette Anakin in Staubsaugervisage Darth Vader? Wohl die meistgestellte Frage der Star Wars Serie, seit Klein-Skywalker aus den Fängen von Puck der Rüsselfliege befreit wurde. Die Antwort liegt nun nur noch eine Kinokarte entfernt und ist doch recht enttäuschend, weil so alt wie Yoda & die Welt:
Anakin Skywalker ist aus Liebe zu einer Frau zur Dunklen Seite Der Macht gewechselt.
Millionen männlicher Kinobesucher weltweit erkennen sich wieder: kaum in den Fängen einer schönen und intelligenten Frau, schon treibt einen die dicke Luft, wenn auch nicht sofort zur Dunklen Macht, so doch zu Wahnsinn und Atembeschwerden. Schutzhelm und Respirator sind bald ein Muss.
Grammatik-Zufallsgenerator Yoda hatte es ja schon damals gewusst:
"Dunkle Wolken über seiner Zukunft schweben ich seh. Nicht ausbilden zum Jedi soll man ihn!"
Wo hat Recht er, Recht er hat.
Das ist das Risiko, wenn man als Jedi im Zölibat lebt, Mönchskutten trägt und sich seinen Nachwuchs in Ersatzteillagern auf Tatooine zusammensuchen muss: man weiß nicht, wessen Genpool man da bekommt, seinen eigenen darf man ja nicht einsetzen.
Dabei ist es nicht das erste mal, dass eine Frau im Sternenkrig Unruhe stiftet. Schon in Teil IV (früher Teil I) bekommt Luke einen behanlungsbedürftigen Schaden fürs Leben, weil er sich in seine Zwillingsschwester verliebt und im Nachhinein feststellen muss, dass er inzestöse Gedanken hegte. Igitt. Teil VII verbringt Luke daher höchstwahrscheinlich im Exil, wo auch schon Yoda zur Beruhigung Sumpfgas durch die Wasserpfeife zog.
Der Macht sei Dank, dass Hengst Solo ihn vor Schlimmerem bewahrt. Aber auch den Han hat die Prinzessin bald soweit, dass er mit Hilfe von Kryptonit nur noch als formschönes Deko-Objekt angesehen wird und ihm nichts weiter übrig bleibt, als nutzlos herumzuhängen.
Weiteres Nicken in den männlichen Reihen.
In Episode VI (früher III) muss der hundehaufenförmige Jabba, die alte Hütte, lernen, was es heißt, wenn man eine Frau an sich kettet: die übliche Atemnot, das Leben wird aus einem herausgepresst, das volle Programm. Nicht umsonst gilt der alte Weltraumspruch "Drum prüfe wen Du an Dich bindest" noch immer, wenn auch in abgeschwächter Form und dem frischvermählten Bräutigam wird nach wie vor die Formel zur Erhaltung der geistigen Gesundheit mitgegeben: "Möge die Macht mit dir sein!".
Erinnern wir uns an Teil I, als der erste laserschwingende Zögling der Dunklen Seite Aufsehen erregte. Darth Maul, der augenscheinlich auch nicht nur wegen der besseren Krankenversicherung die schwarze Macht gewählt hat.
Wenn nicht eine Frau, wer dann hat ihm die Hörner aufgesetzt, und das nicht zu knapp?
Reine Spekulation natürlich, aber ich wäre bereit zu wetten.
Nun wird uns in Teil III mittels Aufbau einer Sympathiekurve das alte Feinbild Darth Vader genommen. Wer von uns würde nicht genauso handeln? Und wenn wir schon alles verloren haben, dann ist eh egal auf welcher Seite man steht. Affinitäten werden in Zukunft ganz gelassen, gebranntes Kind scheut ja schließlich das Feuer.
Das heißt aber nicht, dass uns gar nichts mehr zum Hassen bleibt. Schließlich hat der Streifen dank Senator Palamon aka Imperator eine Moral, die immer aktuell bleibt:
Nein, nicht etwa "Traue keiner Frau",sondern "Traue keinem Politiker – er dient höchstwahrscheinlich der schwarzen Seite".
Sprachs auch Schröder, und zog sich ins Exil zurück.