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"Schwule Männer finden mich attraktiv."...

"Schwule Männer finden mich attraktiv." - ein Exklusiv-Interview mit Jens Riewa

Sören Gütschow (HERBST) befragt Jens Riewa (doof?)

Sören Gütschow: Herr Riewa, Sie sind…
Jens Riewa: …geil, sexy und berühmt!
SG: Wie bitte? Ich hab meine Frage doch noch gar nicht beendet.
JR (überrascht): Ach so - Ich dachte ich soll ihre Sätze vervollständigen. Entschuldigen Sie bitte meine Unterbrechung.
SG: Okay, Herr Riewa, Sie sind geil, ähm, Sie sind Tagesschausprecher der ARD. Wie erklären Sie sich, dass laut einer repräsentativen Umfrage 40 Prozent der Zuschauer von den Moderatoren der 'News-Sendungen' genervt sind.
JR: 40 Prozent? Ich glaube nicht, dass diese Zahlen stimmen, obwohl Peter Kloeppel und ein paar andere 'Private' ja schon ziemlich eitle 'Fuzzis' sind.
SG: Aber, aber, Herr Riewa, Sie und ihr ARD-Kollege Ulrich Wickert werden von 15 Prozent der Zuschauer abgelehnt und genießen somit am wenigsten Sympathien. Peter Kloeppel (RTL) stößt lediglich auf 9 Prozent Ablehnung.
JR (uneinsichtig): Quatsch mit Soße!
SG (investigativ): Die Zahlen stimmen, Herr Riewa. Allerdings: Abgesehen von den insgesamt frustrierten 40 Prozent der Zuschauer halten 25 Prozent den 'Kloeppel-Peter' und 15 Prozent den 'Wickert-Ulle' für die besten deutschen News-Männer.
JR (sehr uneinsichtig): Das ist doch Hokuspokus! Ich bin der Beste deutsche News-Mann!
SG (sehr investigativ): Nein. Das Meinungsforschungs-Institut Emnid hatte im Auftrag von 'TV Movie' 1003 Zuschauer befragt und Sie, 'Tagesschau'-Moderator Jens Riewa, bekamen mit zwei Prozent die geringste Zustimmung.
JR: Zwei Prozent von 1003! Oma, Mutti, meine kleine Schwester, Onkel Hans und Tante Gabi waren da bestimmt nicht dabei.
SG: Da ist jetzt aber, mit Verlaub, ziemlicher Blödsinn, Herr Riewa!
JR (mucksch): Püüh!

(Un)angenehme Gesprächspause

SG (ablenkend): Kennen Sie vielleicht einen schlechten Witz
JR (wie aus der Pistole geschossen): Kommt ein schwuler Eishockeyfan….
SG: Sie?
JR: Bitte?
SG: Sie meinen sich, oder? Warum sagen Sie nicht: Kommt Jens Riewa….
JR: Also hören Sie mal. Ich bin nicht schwul. Schwule Männer finden mich attraktiv, wenn jemand die ganze Wahrheit wissen möchte, aber ich bin nicht schwul!
SG: Ach so, ich dachte die Geschichte mit Michelle war nur eine Alibi-Beziehung oder so. Egal, Sie sind aber Eishockeyfan. Wir alle erinnern uns doch noch daran, wie Sie die legendären Worte: "Scheiße, Scheiße, Scheiß Iserlohn." ins Stadionmikrofon ihrer Lieblingsmannschaft Ingolstadt brüllten.
JR: Na ja, so schlimm war das ganze nun auch nicht.
SG: Ich habe gehört, dass es nur mit Not gelang, eine Massenschlägerei unter den aufgebrachten Fans zu verhindern und Sie eine Abmahnung von ihrem Arbeitgeber erhielten.

(Un)angenehme Gesprächspause 2

JR: Wo waren wir? Ach so, kennen Sie vielleicht auch einen schlechten Witz?
SG: Ja, aber….
JR: Apropos Witz. Ich erzähle auch leidenschaftlich gerne Witze. Ehrlich, trotz meines ernsten und unkomischen Berufes bin ich nämlich eigentlich sehr humorvoll. Ich mach auch mal den ein oder anderen "Joke". So, in kleiner Runde, da hau ich halt gerne mal einen raus. Sie wissen schon, man sitzt nett beisammen und so und gerade ich mit meinem besonders spitzen Humor bin da ein gern gesehener Gast. Ja, viele wissen das gar nicht, da Sie mich nur mit sehr ernsten Themen verbinden…
SG: Okay…
JR: Auch koche ich gerne. Ich meine, ich bin kein Hausmann, Gott bewahre. Aber ich koche gerne für Freunde. Ja, dass können Sie so schreiben, ich lade gerne Freunde ein und koche dann etwas Besonderes. Nicht diese alltägliche Nahrungsaufnahme, Nein, so 12 bis 14 Gäste und ich werde zum 4-Sterne-Koch. Das macht mir Spaß. Wir sitzen dann oft zusammen und trinken noch ein glas Rotwein und alle sagen oft: "Super gekocht, alter Kumpel!", oder so.
SG: Herr Riewa, Stopp!
JR: Ja?
SG: Entschuldigung, aber verschonen Sie mich mit diesem typischen Aussagen, dass ist a nicht gefragt und b prominenter Standard! Barbara Salesch und diese kurzhaarige Tatort-Kommisarin haben das schon Wort für Wort in die Mikrofone der Klatschpresse gespuckt.
JR: Aber, Herr Gütschow….
SG: Aber, aber, aber, bla bla bla! Ich kann es wirklich nicht mehr hören.
JR: Nee, ist klar. Sie wissen doch wie das Spiel funktioniert. Gewalt und Drogen sind out. Humor und Lebensfreude ist gefragt, also mache ich Ihnen hier den geselligen Witzbold.
SG: Sie sind also nur eine weitere Skandalnudel und zermürben unser Hirn genau wie polyphone Klingeltöne und pastellfarbene Jogginganzüge?
JR: Wie bitte? Ich dachte Sie sind Journalist. Ich verbitte mir diesen Ton.
SG: Nein verdammt. Ich bin kein Journalist. Ich versuche hier nur ein blödes Interview zu "faken" um mich und die HERBST-Leser zu amüsieren.
JR: Sie haben doch einen Knall. Aber ich kenn das. Ich bin auch oft ein bisschen verrückt. Ja, geradezu
'crazy'. Ich wurde sogar schon einmal 'verrückter Hund', drei Mal 'Banause' und mindestens ein dutzend Mal 'Schlingel' genannt. Ja, wenn Sie es genau wissen möchten, man muss auch mal Fünfe gerade sein lassen und etwas über die Stränge schlagen. Sie scheinen mir aber auch nicht ohne. Ach, als ich noch so jung war wie Sie.
SG: Ja ja. Neunzehnhundertundirgendwas, dass waren Zeiten.
JR: Ja genau, aber ich sage immer: Ich war jung und brauchte das Geld!
SG: Wie so viele Ihrer Kollegen! Vielen Dank für diesen widerlichen Schlusssatz.
JR: Bitteschön.

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