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Ein Brief von George W. Bushs unehelichen Sohn

High, mein Name ist Garney Yenston, ich komme aus den USA, Texas.
Das da auf dem Bild bin ich, echt wahr Mann. Normalerweise küssen wir Texaner ja keine Männer. Aber das ist irgendwie ´ne total coole Ausnahme. Diesen Mann habe ich nämlich befreit. Aber volles Rohr.
Am Anfang hatten meine Kameraden und ich ja den Eindruck die Iraker wollen sich gar nicht befreien lassen. Aber dann hat das ja doch noch very good geklappt.
Ich denke, die haben sich zum Schluss ziemlich great gefreut, dass die sich einfach all die tollen Dinge aus den Palästen und so holen durften. Ohne zu bezahlen. Auch in andere Häuser durften die einfach reingehen und was mitnehmen. Die waren so lange arm und unterdrückt, da haben wir die erst mal ausräumen lassen.
Der Mann von eurer Newspaper, der Rudiger Snyder, hat gesagt, ich soll meine Story über meinen Papa erzählen. Oh Yeah, Mann. Das ist eine echt harte Nummer. In Amerika darf ich das nicht erzählen, hat mir Paps verboten. Aber hier in Germany. Das wird ja nur auf Deutsch veröffentlicht. Hat mir der Rudiger fest versprochen. Geschworen hat er auf die Flagge der Marines. Und Deutsch spricht ja keiner zuhause, wird an den High Schools nicht unterrichtet. Da hab ich gedacht ich erzähls halt mal.
Also mein Papa ist der Mr. President. Oh Yeah, Mann. Das ist cool. Ich weis.

Wie kam`s dazu? Tja, mein Papa war früher ein echt scharfer Hund. Und getrunken hat er auch mal gern einen. Und da hat er meiner Mum mich gemacht, you know? Gut, meine Mum ihre Vorfahren kommen aus Afrika. Darum hat der Paps gesagt, seine Freunde und sein Paps, mein Grandpa, mögen das nicht so gerne. Ich solle halt mein Maul halten und alles wäre O.K. Die würden mir dann auch helfen einen coolen Job zu bekommen und - hey Mann, schau dir das mal an - ich bin ein Marine. Und das mit meiner Aufnahmeprüfung hat echt cool geklappt.

Manchmal ruft mich Paps an. Ich darf dann in die total coole Funkstation der Pentagon-Jungs, wo man sonst eigentlich nicht rein darf.
Ich hab Daddy mal gefragt warum wir hier sind. Und dann hat er mir erklärt, die armen Araber würden dauernd von so einem Hitler was aufs Maul bekommen. Hätten nur einen einzigen Fernsehsender. Stell dir das mal vor Mann. Nur einen Sender... hätten weder Baseball noch Basketball, keinen einzigen »McDonald«, geschweige denn »Coca Cola«. Das gibt’s doch nicht, ehrlich Mann. Und Barbecue würden die auch nicht machen dürfen.

Da sind wir halt her und haben alle befreit. Ich fühle mich schon ein bisschen wie ein Hero. O.K., es sind auch ein paar von den Ureinwohnern verletzt worden. Aber hey, was soll`s? Die Überlebenden dürfen jetzt all die tollen Dinge machen die vorher nicht drin waren.

Und die Terrorleute von dem Bin Laden die auf uns - auf uns, die wir ihre Befreier sind!! - geschossen haben, gegen die dürfen wir total hart vorgehen hat Paps gesagt. Nur eines hab ich nicht so ganz verstanden. Warum müssen wir gegen die Iraker, die Ölquellen kaputtmachen, noch HÄRTER vorgehen?
Paps meinte, das ganze Öl verbrennt sonst und das wäre doch very schade. Weil… mein Patenonkel Cheney… dem seiner Firma Halliburton das ganz Öl gehört… und der wäre stinksauer wenn das von Fremden angezündet würde. Da hab ich Daddy gefragt wie Onkel Cheney das Öl von dem Irak-Hitler kaufen konnte, wenn der doch so unglaublich böse wäre. Da hat der Daddy gesagt, das verstehe ich noch nicht, da wäre ich zu jung zu.

Ansonsten hat mir Paps noch erzählt, dass wir nicht so bald zurückkommen werden. Es gibt da wohl noch so`n paar Terroristenführer deren Völker wir befreien müssen. Wäre mir auch recht. Irgendwie fangen die hier an komisch zu werden. Irgend so ´ne Sekte, die heißen, glaub ich, »Shit in« oder so (Amerkung der Red.: Schiiten) machen Aufstände gegen uns und werfen mit Steinen. Da haben wir erst mal für Ruhe gesorgt und unsere Maschinengewehre zum Einsatz gebracht. Das mit den Kindern, die dabei waren, tut mir echt leid. Aber, hey Mann, wieso bringen die da Kinder mit?
In Amerika wäre das verboten. Da sind alle wichtigen Dinge, die für Ruhe sorgen, geregelt. Und wenn mal was schief läuft haben wir megacoole Richter die alles ins Lot bringen, yeah. Zum Beispiel bei meinem Daddy, wie der President geworden ist. Da haben die Demokraten versucht zu betrügen. Die haben die ganzen Stimmen irgendwie durcheinander gebracht und auch die Stimmen von mir und meinen Kameraden, die wir in der Welt für Frieden sorgen sollten, nicht mitgezählt. Diese Schweine. Außerdem soll mein Dad daran Schuld sein, dass auch viele Nigger nicht wählen durften. – So ein Quatsch. Auf jeden Fall sollte alles neu- und nachgezählt werden. Aber der beste Richter der Welt, den übrigens mein Grandpa damals bestimmt hat, der hat dieses neue Zählen einfach verboten. Das würde dem Ansehen von Daddy und den USA schaden. Und yeah – schon war Daddy President.

Zum Schluss noch eine Nachricht an die good old Germans. - Macht euch mal locker und seid wieder gute Untertanen von meinem Papa. Dann werden wir euch auch nicht mit Bomben bewerfen.

God Bless America
Yours Garney

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Der überschrittene Höhepunkt... Frühlingsblumen