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Ahoi Deutschland! – 25.11.2003

Der schöne Schein
Einfach glänzend: Bundesanstalt für Arbeit und Bundeskanzler in New York

Wundert Sie noch was?
Dann auch nicht, dass Florian Gerster, der Chef der Bundesanstalt für Arbeit (BA) mit dem Medienberatungsunternehmen WMP EuroCom AG einen Vertrag über 820.000 Euro abgeschlossen haben soll, damit dieses das schlechte Image der Anstalt mal ganz anständig aufpoliert.
Die Millionen Arbeitslosenhilfeempfänger begrüßen sicherlich diese Geldscheinarbeitsbeschaffungsmaßnahme, nicht nur, weil sie jetzt wissen, wofür das bei ihnen in Zukunft eingesparte Geld verwendet werden wird, sondern auch, weil sie es satt haben, dass ausgerechnet ihr Arbeitsamt statistisch bisher so schlecht dastand.
Da musste man sich ja wirklich schämen.
Und so sorgt Gerster ganz nebenbei für gute Stimmung, denn sobald die ersten Werbeaktionen für die Arbeitsanstalt laufen, wird ihm angesichts der steigenden Arbeitslosenzahlen der Lacherfolg sicher sein.
Da soll mal einer sagen, die Deutschen hätten keinen Galgenhumor.
So sind die 820.000 Euro gut angelegt, denn wer geht nicht gerne mit einem fröhlichen Gesicht zur BA, um seinen Antrag auf Arbeitslosenhilfe abgelehnt zu bekommen?
Denn das Geld, was man nicht hat, sollte man auch da ausgeben, wo es am unnötigsten ist.
Es bleibt nur noch zu hoffen, dass die Medienberater auch wissen wie sie mit dem bisschen Geld am besten umzugehen haben.
Kleiner Tipp: Es gibt da ein kleines Kantönchen in der Schweiz, da fährt kein Zug dran vorbei, wenn man in Deutschland steuerlich Verfolgter ist.
Während unserem Gerd merkwürdigerweise seitens der eigenen Genossen kaum noch Chancen zur Wiederwahl zum Bundeskanzler im Jahre 2006 eingeräumt werden, tummelt sich Schröder in New York und verbreitet auch dort die Mär vom großen Reformer, um Wirtschaftsunternehmen nach Deutschland zu locken.
Doch dafür, Herr Kanzler, müssen hierzulande sämtliche Löhne auf Entwicklungslandniveau gesenkt, die Renten- und Krankenversicherung total privatisiert, das Bildungsniveau noch weiter gesenkt und die deutsche Verteidigungs- und Außenpolitik ein wenig bushiger werden, sonst wird das nichts mit dem großen Aufschwung nach amerikanischem Vorbild.
Hand aufs Hartz.
Es ist allerdings ein unbestätigtes Gerücht, dass der amtierende Bundeskanzler Schröder politisches Asyl für sich und seine getreuesten Mitreformer in den USA beantragt und sich nach einem neuen Domizil in N.Y. umgesehen hat, obwohl ihm dort eine Umschulung zum US-Präsidenten im Arnold-Schwarzenegger-Polit-Trainings-Camp sicher wäre, gefördert von der deutschen Bundesanstalt für Arbeit.

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Ahoi Deutschland! - 10.11.2003 Heribert Fix, der Blitz-Reporter